Ab und zu
gleite ich,
wie der Taucher in das Meer
einfach so ab,
in die Tiefe meines Selbst.
Unerreichbar werde ich
wie der Stern
am dunklen Abendhimmel.
Zurückgezogen wie die Schnecke
lebe ich,
lausche nur dem Schlage meines Herzens.
Ganz im Bann der Sanduhr
zähl’ ich die Körner,
die scheinbar endlos
lautlos,
in das Glas des Lebens
fallen.
Ein kalter Abend Senkt sich über die City, über alle, die gleichgültig, stumm, durch die Strassen hetzen. Auf einmal ist er da: jung und schön kommt er, strahlend lächelnd auf uns zu, mit blitzenden Augen im bronzenen Gesicht. Einer Heldensage entsprungen scheint er, in dieser grauen Masse, Er geht vorbei mit federndem Schritt, als ob er tanzte, ein kleines Lied summend. Entschwunden ist er, lächelnd, für sich, seine Liebste für seine Leute zu Haus, und vielleicht auch für uns. Sendbote war er aus einem Land, wo Thymian und Limonen wachsen und Wein tiefrot in Karaffen funkelt. Ein Lichtblick war er, den Himmel aufgerissen hat er in unserer öden Welt.
Am Ufer des Atlantik sitzend, mein Gesicht der Sonne zugewandt, nehme ich Abschied, Abschied vom heißen Sommer, vom Zauberland der Algarve. Mit nicht enden wollender Kraft rollen Wellen, gekrönt von silbrig-weißem Schaum an den Strand. Warmer, weicher Sand rieselt wie eine Liebkosung sanft über mich hin, wärmt meinen Körper Es gibt nur noch mich, das Meer und diesen Augenblick: ein kleines Stück Unendlichkeit.