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18.03.2012

Frühlingsahnen


Erste Blumen blühn
Sendboten des Frühlings.
Neues Leben beginnt.


Hörst Du die Lerche
Hell jubeln überm Feld?
Gern flög ich mit ihr.


Das Blau des Himmels
Bringt Klarheit in mein Leben.
Meine Seele singt.

17.03.2012

Dreamcatcher


Dream catcher

Traumfänger
fragiles Gebilde
von indianischer Hand
rund geflochten aus
zarten Ästen,
Perlen und Federn.
Dream catcher schwebt
in der Nacht über mir,
fängt meine Träume ein,
webt Geschichten aus ihnen,
die vom Winde verwehten
zarten Gespinsten gleich
beim Erwachen schon
vergangen
und vergessen sind.

16.03.2012

Frühling



Hoch in den Zweigen
Zwitschert süß eine Amsel.
Der Frühling ist da.

25.02.2012

Ewigkeit


Ewigkeit

Einsam
hoch über den Klippen
in heißer Sommersonne
sitze ich.
Unter mir schäumen
silbrig glitzernd
in unendlicher Bewegung
die wilden Wasser des Atlantik.
Der heisre Schrei
fischejagender Möwen
im Rauschen
windgepeitschterWogen
wird zur Sinfonie des Meeres,
einer Musik
so atemberaubend schön
wie kein Mensch sie je
erfinden kann.

Copyright Gisela Bradshaw
.

12.02.2012

09.02.2012

Unten am Fluss


Unten am Fluss

Edelsteingleich
goldgrün schimmernd
leuchtet er von fern
im hellen Sommerlicht,
zieht mich wie ein Magnet
zu sich herab.
Durch ein Meer von Nesseln
mit tausend Nadeln brennend,
bahne ich meinen Weg zu ihm,
diesem Kleinod im verwunschnen
grünen Tal.
Träge nimmt er seinen Lauf,
umschwebt
von Libellen,
bunten Segeln gleich,
die verspielt
hoch und nieder gleiten
und mit ihrer Liebkosung
seinen Spiegel kräuseln,
erzittern lassen.
Knorrige Weiden
tauchen ihre Äste
tief in ihn hinein,
als wollten sie ihn festhalten
auf seinem ewigen Lauf,
ihn streicheln,
dankbar dafür,
dass er ihnen Leben gibt.
Erinnerungen
blitzen auf in mir,
an goldne Tage meiner Kindheit
hier am Fluss,
als ich schon den Zauber spürte,
ein Zauber,
der sich für immer
tief in meine Seele grub.



„..und die Welt fängt an zu singen, triffst du nur das Zauberwort…“
Joseph von Eichendorff

24.01.2012

Schneeflocken





Schneeflocken
gefrorene weiße Sterne
fallen gemächlich
aus einem Himmel,
bleigrau,
undurchdringlich,
der über allem lastet
und alles Leben scheinbar
zum Erliegen bringt.
Nur der Vögel muntere Schar
Gibt Kunde davon,
dass bald
schon wieder Frühling ist,
mit einem Himmel,
der sein blaues Band
wie immer flattern lässt
über Berge hoch
und Täler weit,
mit neuem Leben,
neuen Liedern. 






Idar, 24.12.2012








19.01.2012

Wieder


Wieder
verläuft sich das alte Jahr,
einer großen Welle
am Meeresstrand gleich,
die ausrollend und zurückströmend
neue Kraft erhält.
Alle Menschen segeln
über den großen Ozean des Lebens,
von Sturmwind und Regen
stets bedroht.
Wie auf Barken sitzen sie,
von denen keine
einer anderen gleicht:
Kleine Boote
nussschalengroß und
armselig beleuchtet
mit nur einer Kerze
Seit an Seit
mit prächtigen von Musik
und Fröhlichkeit
erfüllten Schiffen.
Doch alle gleiten
dem selben Ziel entgegen,
das von niemand,
ob arm oder reich,
verändert werden kann.



«Wie eine Seereise von vielen Tagen
ist ein Leben von vielen Jahren.
Nicht immer steht am Himmel dasselbe Gestirn,
nicht immer herrscht auf dem Ozean
das gleiche Wetter.
Oft muss man das Steuer wenden,
oft die Segel raffen.....«

Zitat von Petrarca "An Stefano Colonna den Alten in Rom"

Winterzeit


Winterzeit

Vor meinen Augen
versinkt die Welt
in weißem Dunst,
scheint zu ertrinken
sich klaglos

still aufzulösen 
im milchig-grauem Licht.
Totenstille
wie weiße Watte

hat jeden Laut erstickt.
Selbst die frechen Krähen
sind verstummt,
warten geduldig
in ihrem Nest
auf wärmere Zeiten.



„In jedem Winter
steckt ein zitternder Frühling,
und hinter dem Schleier jeder Nacht
verbirgt sich ein lächelnder Morgen.“

Zitat von Gibran, Khalil (1883-1931)

Idar, 19. Januar 2012
Copyright© Gisela Bradshaw

Winterhimmel


Winterhimmel

Kuppelartig
weit umspannend
wölbt sich
der Himmel
wie ein Mondstein
edel, schön,
übers stille Land,
Sein zartes Milchweiß
scheint jeden Lichtstrahl
zu verschlucken,
verwandelt alles
spielerisch
in ein Zauberland
mit Konturen nur
aus pastellenem Weiß und
zartem Grau.
Ein strenger Wind
aus Nordnordost
jagt heulend
letzte Zweige,
Blätter
durch die Gassen,
vertreibt
mit donnerndem Gebrüll
Mensch und Tier,
lässt frierend sie
erschauern,
zurückweichen
an einen warmen,
sicheren Ort.


"Ach, die bleiche Wintersonne ! Sie ist traurig wie eine glückliche Erinnerung."
Zitat von Gustave Flaubert


Idar, 19.Januar 2012
Copyright© Gisela Bradshaw

18.12.2011

Gedanken am Meer




















Gedanken am Meer

In dieser kalten Zeit,
wenn das Grau des Himmels
das Tageslicht verschluckt und
Dämmerung die Welt umhüllt,
gehe in Gedanken ich zurück
an Orte, die viele Male ich
sonnentrunken
in der Hitze des Sommers liegen sah.
Das weite Meer
trank das Blau des Himmels
schien eins mit ihm zu werden.
Gedankenverloren
wanderte ich
über sonnendurchglühte Strände
einzigartig in ihrer weißen,
wellenumspülten Pracht,
spürte
den Wind
auf meiner Haut,
schmeckte
das Salz des Meers.
Bleiben
wollte ich so oft,
für immer,
den Hauch von Ewigkeit verspüren
im steten Spiele der Gezeiten,
wo es keinen Anfang
und kein Ende gibt.



«Seele des Menschen, wie gleichst du dem Wasser,
Schicksal des Menschen, wie gleichst du dem Wind.«

Zitat von Johann Wolfgang von Goethe


«In Dingen, in Beziehungen, in Wissen findet man ein vorübergehendes Glück.
Was vorübergehend ist, das ist leidvoll, und nur mit der Entdeckung dessen,
was ohne Anfang und Ende ist, kommt eine zeitlose Ekstase. «

Zitat von Krishnamurti, Vollkommene Freiheit (Jiddu Krishnamurti: 12.5.1895
(Madanapalle in Indien) - 17.2.1986 (Ojai in Kalifornien)



copyright Gisela Bradshaw

25.11.2011

Der Weg




Der Weg

Du wirst noch da sein,
wenn ich schon längst gegangen bin.
Du wirst für immer da sein
und das warme Licht
der Sonne spüren,
den Regen,
wenn prasselnd er
kalt vom Himmel stürzt.
Weiche Kissen von Schnee
werden dich umhüllen
und sanft wärmen
in vielen langen Wintern.
Irgendwann
wird es für mich verklungen sein
das Lied des Waldes,
das ich so liebte,
wenn ich einsam wanderte
und außer dem Wind
nichts anderes hörte
als meine Schritte
in deinem Sand.


„und die Welt fängt an zu singen, triffst du nur das Zauberwort………“
Joseph von Eichendorff

18.11.2011

Melancholie




In diesen Tagen der Melancholie
waren Musik und Poesie
ein Anker, den ich warf
in die Tiefe meines Schmerzes.
Göttliche,
von Menschen geschaffene Sphärenklänge
entzückten meine Sinne,
wandelten meine Trauer um
in süßen Schmerz.
Tagores Sprache
voller Zauber
tröstete mein wundes Herz,
gab mir die Kraft
nicht noch weiter zu verzagen.
Selten hatte ich stärker gespürt,
dass ich lebte,
in diesen blauen Stunden
zwischen Tag und Traum.



»Das Herz erfriert, wenn es nicht liebt, und wenn es liebt verbrennt's.»

Zitat von Sandor Petöfi (ungarischer Dichter 1823 - 1849,)

16.11.2011

Manchmal





Manchmal
 in meinen Träumen
bin ich ein Planet,
der in der Unendlichkeit des Alls
einsam seine Kreise zieht
ein Planet,
zum Bersten gefüllt
mit Liebe,
Freude,
Wünschen
und vor allem Sehnsucht.
Sehnsucht,
die Zeit meines Lebens
nie versiegen wird,
weil ihre Kraft
Seit an Seit mit Hoffnung
unbezwingbar
und der Motor meines Lebens ist


"Nichts anderes als Planeten sind wir,
wir alle werden geboren, wachsen und vergehen."



Idar, im November 2011
Copyright Gisela Bradshaw

Afrika


Oft denke ich an Afrika,
dessen feine rote Erde sich als
zarter Schleier
meine Haut vergoldend
auf mich legte.
Der Fluss Shire
in lieblicher Schönheit
taucht auf
in meinen Träumen
gemächlich strömend
durch grünes Land
wie ein blaues Band
von irisierender,
trügerischer Pracht
mit all den Wesen,
wild und schön,
die in seinen Wassern
ihre Heimat haben;
gewaltige Hippos in zartrosé,
die in den warmen Fluten
träge in der Sonne dösen,
Krokodile,
die verwitterten Baumstämmen gleich
im Uferschlamm vergraben
gelangweilt
mit scharfem Zahn
auf fette Beute lauern.
Ich sehe den roten Ball der Sonne
langsam im Flusse versinken,
ein gleissend Feuerwerk,
alle Nuancen
der Farben Rot und Bleu durchlaufend,
schier endlos,
Stufe um um Stufe,
alles verklärend,
wie ein Schauspiel
gespielt auf einer der großen Bühnen dieser Welt.

„Die Welt ist ein Wunder“

08.11.2011

Wie ein Gemälde



Wie gemalt vom Pinsel
eines alten Meisters
eilt der Fluss
goldbraun
in der Sonne leuchtend
Leise murmelnd durchs Tal.
Behutsam
wie ein Jäger auf der Pirsch
lenke ich meine Schritte
durchs dichte Ufergestrüpp.
Aufgeschreckt
von meiner Nähe
entfliehen rauschend
zwei silberweiße Reiher,
unterbrechen
für einen Herzschlag lang
die Makellosigkeit
der Stille.


„…und die Welt fängt an zu singen, triffst du nur das Zauberwort….“
Zitat von Joseph von Eichendorff




Idar, im Oktober 2011
Copyright Gisela Bradshaw

Sommer und Herbst



Sommer und Herbst

An sonnentrunkene Tage
duftend
nach frischem Grün
und tausend bunten Blumen
dachte ich,
Als gedankenverloren
ich wanderte durchs herbstliche Land.
Dürre Blätter umschwebten mich
wie kleine bunte Schirme,
raschelten unter meinen Schritten.
Die Wälder standen
schweigend
prachtvoll glänzend
in Kupferrot,
sattem Gold
und tiefem Grün,
wie ein Gemälde,
dessen betörende Schönheit
mir den Atem nimmt.
Sommer und Herbst,
zwei Jahreszeiten,
die ich liebe
weil sie zusammengehören
wie du und ich
unauflöslich,
ewiglich.


»Was der Frühling nicht säte, kann der Sommer nicht reifen,
der Herbst nicht ernten, der Winter nicht genießen


Zitat von Johann Gottfried von Herder (1744-1803)

Idar, im November 2011

27.10.2011

Vorbei


Vorbei

Durch Landschaften
Von atemberaubender Schönheit
wanderten wir
Hand in Hand
durch Frühling, Sommer
Herbst und Winter,
stets in Gedanken
eng verbunden.
Es schien,
als sollten wir
für alle Zeit zusammen sein,
fern von allem,
das uns jemals hätte trennen können.
Unser Traum verwehte
wie Blütenstaub im Wind.
Was blieb
war Dein Bild in mir.


Copyright G. Bradshaw

13.10.2011

Am Sky River


Whispering Pines am Sky River

Das Lied
flüsternder Kiefern erklingt
aus Wäldern
unfassbar groß
in ihrer Unendlichkeit
mit glitzernden Seen,
die das Blau des Himmels trinken,
sich kräuseln
im warmen Wind
des verblühenden Sommers.
Ich werde eins
mit der atemlosen Stille,
die über allem liegt
und jäh unterbrochen wird
vom Schrei auffliegender Möwen
nur für einen Herzschlag lang
angesichts der
zeitlosen
immerwährenden
Einsamkeit
der kanadischen Wildnis.

Copyright Gisela Bradshaw

09.09.2011

Dies wunderschöne Land



Dies wunderschöne Land

Nie möchte ich missen
mein wunderschönes Land,
die Hügel,
Wiesen,
Felder
und inmitten dieser Herrlichkeit
des kleinen Flusses
silbern Band.
Ein Vogel möchte ich sein,
meine Flügel spannen
und hoch über allem
die ganze Schönheit
mit einem Blick umfangen.
Wie ein Stück von dir
Fühl ich mich,
trage dich in mir
als ob ich dich kannte
seit ewigen Zeiten schon.

„…warum liebt man die Heimat? Deswegen: das Brot schmeckt da besser, der Himmel ist höher, die Luft da ist würziger, die Stimmen schallen da kräftiger, der Boden begeht sich da leichter.“

Zitat von Bertholt Brecht, aus „Der kaukasische Kreidekreis“


Copyright Gisela Bradshaw
Idar, 8. September 2011-09-09




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